"Heute ist mal wieder Beerdigung." Autorenlesung in St. Josefs Friedhofskapelle.

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IMG 7513Hohenlimburg, 03.08.2017. Verschmitztes Schmunzeln bis lautes Lachen konnte man am Abend aus der Friedhofskapelle auf dem katholischen Heidefriedhof vernehmen. Im Rahmen der Reihe "Friedhof einmal anders" las Bernd Becker aus seinem Buch "Was weg ist, ist weg!- Kuriose Beerdigungsgeschichten". Es ist schon erstaunlich welche, mal amüsante, mal tragisch komische Geschichten der studierte Theologe und evangelische Seelsorger zusammengetragen hat. Da konnten selbst die, in Beerdigungszeremonien erfahrenen, anwesenden Geistlichen beider Konfessionen noch einige gute Ratschläge einheimsen. Wie verhalte ich mich auf schlammigem Untergrund, wenn ich langsam Richtung Grube rutsche? Wie erkläre ich meinem afrikanischen Mitbruder, dass "an den Sarg treten" nicht bedeutet, dem Sarg einen kräftigen Tritt zu verpassen.

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Aber auch Bestatter und Friedhofsgärtner bekommen noch einige Tipps. Schau dir erst das Urnengefäß an, bevor du feststellst, dass der kiloschwere Marmormantel nicht in das gegrabene Loch passt. Da muss dann doch wieder der kräftige Fußtritt helfen.


Viele Geschichten sind so kurios, dass man meinen könnte, sie wären erfunden. Das weist Becker entschieden von sich. Zu Neunzig Prozent ist ihm und seinem Co-Autor Gerd-Matthias Hoeffchen der Hintergrund der Ereignisse bekannt und belegt. Erstaunlich viele der vorgetragenen Geschichten stammen tatsächlich aus der engeren Umgebung von Hagen.

Sicherlich werden sich einige der über fünfzig Zuhörer auf die Suche nach dem abschüssigen Weg eines Hagener Friedhofs machen, den die heruntergefallene Aschekapsel nahm. Vor dem geistigen Auge den hinterherhechtenden Priester. Sie suchen mit einem Schmunzeln im Gesicht, oder doch mit lautem Lachen.

 

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